Banken im Umbruch 2010
Auf dem Weg zum „new normal“?
Aus der Finanzkrise ist eine Weltwirtschaftskrise geworden, und aus dieser ist eine Schuldenkrise erwachsen. Wie eine Welle zieht die Superkrise, die mit dem verantwortungslosen Verteilen billiger Kredite an kalifornische Habenichtse begann, um den Erdball. Kein Land, keine Branche, kein Unternehmen bleibt verschont. Nie zuvor war klarer ersichtlich, wer die Sieger und wer die Verlierer sind.
Eine Branche scheint immer zu den Siegern zu gehören – die Finanzindustrie, die Banker. Spekulanten in der Kreditwirtschaft, die ihren Job als kluge Risikomanager angesichts hoher Gewinne vernachlässigten, lösten die Krise aus. Da sie für den Geldkreislauf der Wirtschaft unentbehrlich geworden sind, wurden sie gerettet. Und wurden umso übermütiger, ohne jedoch das nötige Risikobewusstsein zur Finanzierung des Wiederaufschwungs wiederzugewinnen.
Welche gesellschaftliche Rolle haben die Banken, wie sehen sie sich selbst? Wie
kann ein Begriff wie Verantwortungsbewusstsein für die Wirtschaft im allgemeinen
und die Investitionsfinanzierung im besonderen mit Leben erfüllt werden? Was muss
sich in den Banken ändern, damit die beschädigte Reputation der Banken wieder
verbessert wird?
Die nächste Konferenz „Banken im Umbruch“, die führende Plattform der Top-Banker im deutschsprachigen Raum, ist der ideale Platz, um die aktuellen Fragen rund um die Neudefinition des Finanzsektors zu diskutieren.
Ich freue mich auf die Diskussion mit Ihnen.
Hermann-Josef Knipper
stv. Chefredakteur, Handelsblatt

